Mario Kunze, Demand-Manager, Siemens AG

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Mein Name ist Mario Kunze. Ich habe von 2001 bis 2006 an der Uni-Erlangen Diplom-Informatik studiert. Seit Oktober 2006 bin ich bei Siemens angestellt.

Warum haben Sie sich für ein Studium der Informatik in Erlangen entschieden?

Warum ich mich für die Uni-Erlangen entschieden habe, hat verschiedene Gründe. Erstens war ich bereits einmal mit dem Chemie-Leistungskurs an der Uni. Die ersten Eindrücke waren äußerst positiv, was unter anderem daran lag, daß die Uni recht idyllisch im Wald liegt. Der zweite Grund war, daß ich ursprünglich das Fach "künstliche Intelligenz" studieren wollte und genau das gab es an der Uni Erlangen als Lehrfach. Somit habe ich vom WS01/02 bis zum SS06 (10 Semester) Dipl-Informatik studiert, jedoch nicht mit Schwerpunkt KI, sondern mit Schwerpunkt Datenbanken.

Bereits als Student hat es mich sehr frühzeitig zu Siemens gezogen (Werkstudent) und habe dort auch meine Studien- und Diplomarbeit geschrieben. Die entstandenen Kontakte haben mir dann auch bei der Jobfindung geholfen. Direkt im Anschluß an das Studium wurde ich in das Programm Trainee@IT aufgenommen. Dies ist ein Programm für BWL-, Wirtschaftsinformatik- oder Informatikstudenten (Uni und FH). Der Schwerpunkt liegt hier darauf, IT-Kräfte aufzubauen, die einerseits die IT verstehen, andererseits das Business. Während des zweijährigen Programms ist man in zwei unterschiedlichen Abteilungen und ist dort ganz normal in den Arbeitsalltag eingebunden. Zusätzlich dazu hat man Info-Veranstaltungen, Ausflüge, gemeinsame Aufgaben, einen Projektmanagement-Kurs, einen Wirtschaftsgrundkurs sowie regelmäßige Stammtische und kann somit ein relativ großes Netzwerk an Kontakten aufbauen.

Wie sieht Ihre Tätigkeit aus?

Nachdem ich in meiner ersten Station, ähnlich wie meiner Studienarbeit, die Grundbausteine für eine Testautomatisierung für ein Verfahren entwickelt habe, bin ich im zweiten Trainee-Jahr als Demand-Manager tätig. Ein Demand-Manager (DM) im zentralen DemandManagement bei Siemens Division I&S definiert zentrale Fachanforderungen interner Kunden (Fachabteilung, Corporate, gesetzliche Anforderungen) in betriebswirtschaftlich ausgeprägte Anforderungen, sog. Lastenhefte und koordiniert und controlled die weiteren technischen Umsetzungsschritte, bis hin zur Produktivsetzung mittels eines definierten Prozesses (ChangeRequest-, oder Projektprozess). Dabei steht dem Demandmanager ein Umsetzungstool und verschiedene Controlling-Templates zur Verfügung. Alle Anforderungen müssen in time, budget and quality umgesetzt werden. Hierbei benötigt der DemandManager nicht nur betriebswirtschaftliche und IT-Kenntnisse, sondern auch viele Softskills wie Koordinations-, Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen, sowie ein wenig diplomatisches "Fingerspitzengefühl" im Umgang mit allen beteiligten Partnern. Das zentrale DemandManagement ist Bindeglied zwischen Division- und Businessunit-Anforderungen. Die Synergie-Schaffung unter Berücksichtigung der verschiedener Sichtweisen der Partner aus den Fachabteilungen, dem dezentralen DemandManagement und des ApplicationManagements gilt es zu beachten und zu berücksichtigen (Softskills).

Man sieht also, daß man die Anforderungen an einen zentralen DemandManager sowohl in fachlicher- also auch an persönlicher Hinsicht hoch sind. Oben genannte Softskills in klarer Verbindung mit hoher Fach-Kompetenz sind hier gefordert.

Was sind die Zukunftsperspektiven bei Ihrer Arbeit?

Meine Zukunftspläne gehen nicht in Richtung Expertenlaufbahn wie Projektmanagement, Fachexperte für Softwarearchitektur o.ä., sondern ich strebe eine Laufbahn in der disziplinaren Führung an (Management-Laufbahn).

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